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26.01.2021 | Die Verkaufsmaschine

Franchising: Alles, was du darüber wissen solltest

Franchise oder Franchising, Begriffe, denen jede und jeder von uns sicherlich schon einmal begegnet ist. Die eine oder der andere kann damit auch etwas Konkretes anfangen, so richtig auskennen, das kommt aber selten vor. Dabei begegnen wir auf Schritt und Tritt den unterschiedlichsten Franchise-Systemen. Zeit sich damit etwas genauer zu beschäftigen, denn eines ist klar: Franchising lohnt sich, wenn man’s richtig macht!

Erfolgsaussichten bei Franchise-Systemen

Die Erfolgschancen eines Franchise-Unternehmens stehen sehr gut, denn das Konzept verspricht möglichen Franchisenehmern außergewöhnlich attraktive Erträge. Dem Franchisegeber bietet das Franchising eine kostengünstige und risikoarme Multiplikation seines bereits erfolgreichen Geschäftsmodells. 

Das Franchisesystem bringt unter bestimmten Voraussetzungen für beide Seiten im Vergleich zum Einzelunternehmen oder Filialsystem beachtenswerte Vorteile. Diese wollen wir uns genauer ansehen, aber auch potenzielle Stolpersteine aufdecken.

Franchising hat immer zwei Seiten

Woran kann ich erkennen, ob Franchising für mich passt? Welche Voraussetzungen brauchen die Franchise-Partner?

Gründungswillig, aber ohne Geschäftsidee: Wer davon träumt, sich erfolgreich selbständig zu machen, mit vorhandenem Eigenkapital aufwarten kann, und dem eigentlich nur die zündende Idee fehlt, der sollte diese Unternehmensform für sich in Betracht ziehen. 

Gute Aussichten hat, wer Motivation und Begeisterungsfähigkeit mitbringt, gepaart mit dem unbedingten Willen, endlich sein eigener Chef zu sein. Die Stärken eines potentiellen Franchisenehmers liegen im Vertrieb und bei den Kunden. Fachliches Know-How und betriebswirtschaftliches Denken sind selbstverständlich und deshalb ist er auch bereit, Verantwortung und unternehmerisches Risiko zu tragen.

Wie wäre es, ein fix fertiges, bewährtes und am Markt bereits bestens etabliertes Geschäftsmodell einfach zu übernehmen? Geschäftsidee und Konzept sind entwickelt, die Unterstützung beim Aufbau des Unternehmens ist garantiert. Die volle Kraft kann auf den Verkauf der Produkte oder Dienstleistungen und die Kunden konzentriert werden und es ist nicht nötig, sich mit Strategien, Markenaufbau oder Buchhaltung „aufzuhalten“ und das alles ist trotzdem als eigenständiger Unternehmer möglich. Das ist die Seite des Franchisenehmers.

Expansionsbereit mit erfolgreichem Unternehmen auf der Suche nach einem Partner: Auf der anderen Seite steht ein erfolgreiches Unternehmen mit einer genialen Geschäftsidee, einem erprobten Konzept und einer etablierten Marke, die es gerne mit weiteren Standorten ausbauen möchte. Es wünscht sich einen Geschäftspartner auf Augenhöhe, das sein Gesamtkonzept motivierter und engagierter umsetzt, als es das vielleicht von einem Geschäftsführer in einem Filialsystem erwarten könnte und würde. Das Unternehmen möchte seine Strategien auf unternehmerischer Seite weiterentwickeln und die Synergien einer professionalisierten Arbeitsteilung nutzen. Eine einheitliche Marke und gleichbleibende Qualität über standardisierte Prozesse und Produkte sind wichtig und stehen schon zur Verfügung. Das beschreibt einen typischen Franchise-Geber.

Gründungswillig, aber ohne Geschäftsidee? Dann ist Franchising eventuell genau das Richtige für dich. Hier erfährst du alles, was du wissen musst. #franchising #erfolgreicheunternehmer Klick um zu Tweeten

Le Burger Plus City Linz Ich begleite mit meiner langjährigen Erfahrung als Franchise-Experte einige sehr erfolgreicher Franchising-Unternehmen, wie etwa Le Burger, strategisch. Mir ist die unternehmerische Leidenschaft durch den Betrieb meiner Eltern quasi bereits in die Wiege gelegt worden und diese Erfahrungen aus erster Hand kann ich als Berater nun neutral und zielgerichtet einbringen. Darüber hinaus war ich mit Tally Weijl selbst in einem Franchise-Modell erfolgreich und damit der größte Franchisepartner in Europa. Das war eine spannende und sehr lehrreiche Zeit! Hier erfährst du mehr darüber.

In diesem Beitrag findest du daher alle wichtigen Fakten zum Thema Franchising von mir zusammengefasst. Ich möchte aufzeigen welche Voraussetzungen man benötigt um ein erfolgreiches Franchising-Unternehmen zu gründen. Ein paar der wichtigsten Eigenschaften und die grundlegende Basis für eine erfolgreiche Franchise-Partnerschaft skizzieren ja die beiden oben beschriebenen Zeilen bereits. 

Was bedeutet Franchising und woher kommt es?

Ursprünglich aus Frankreich stammend, entwickelte sich unter diesem Begriff erst das Recht, im Rahmen der Befreiung von Abgaben, Märkte auf dem Boden des Feudalherren abzuhalten. Später verstand man unter Franchising dann besondere Rechte bei der Herstellung oder dem Handel bestimmter Erzeugnisse. Die ersten „richtigen“ Franchise-Systeme, wie wir sie heute verstehen, entstanden in den USA, seit 1955 etwa mit Mc Donalds und anderen Fastfoodketten wie Subway, KFC und Burger King. In Europa wurden die ersten holprigen Franchisingschritte im Handel und der Gastronomie erst in den 70er Jahren gemacht und das Absatzkonzept befindet sich heute über viele Branchen hinweg sehr erfolgreich auf dem Vormarsch. Immer noch sind in den USA viele der führenden Top 500 Franchise-Firmen (https://www.franchisedirekt.com/top500/), allerdings tummeln sich heute auch schon zahlreiche europäische Firmen darunter. 

Franchising ist ein kooperatives Vertriebssystem auf partnerschaftlicher Ebene. Der Gründer nutzt das bestehende ausgereifte Konzept des Franchise-Gebers, der Zeitraum dafür ist vertraglich geregelt. Er darf das Fachwissen, die Ideen und die Prozesse des Franchisegebers legal verwenden. Er bringt sein Kapital und seine Arbeitszeit ein, für das Verwendungsrecht leistet er eine Eintrittsgebühr. Danach liefert er laufend Lizenzgebühren und Anteile des Umsatzes in einer vereinbarten Höhe an den Franchise-Geber ab. 

Die Waren oder Dienstleistungen werden unter der Marke an einem oder mehreren eigenen Standorten vertrieben. Als Urheber der Geschäftsidee unterstützt der Franchisegeber den (oder die) rechtlich selbständigen Franchise-Partner bei der Gründung, sorgt für Know-How Übergabe durch Einschulungen und Trainings, übernimmt Marketingleistungen, Logistik und kann durch Großabnehmerkonditionen die Einkaufspreise niedrig halten. Er gibt allerdings auch die Regeln vor und kontrolliert deren Einhaltung. Seine standardisierten Prozesse, Produkte und Dienstleistungen werden vom Franchisenehmer umgesetzt.

Es gibt verschiedene Arten von Franchising-Systemen. Die bekanntesten sind:

  • Waren- und Produktfranchising – wie die Abfüllung von Getränken bestimmter Marken
  • Dienstleistungsfranchising – (Fastfoodketten, Hotels, Backshops, Autovermietung,Immobilienbüros, Unternehmensberatungen)
  • Merchandising im Medienkontext – Filmfiguren, T-Shirts, Liga-Mannschaften im Sport
Franchising hat viele Gesichter. Welches passt zu dir und deiner Zukunftsplanung? Finde es heraus. #franchising #erfolgreicheunternehmer Klick um zu Tweeten

Welche Voraussetzungen braucht ein Unternehmen/Unternehmer für das Franchising?

Nicht jedes Businessmodell kann dupliziert werden und nicht jeder Unternehmer ist ein idealer Franchisegeber. Generell eignen sich Produkte und Dienstleistungen gut für diese Absatzart, wenn sie klare Strukturen haben und leicht duplizier- und erlernbar sind. Damit sich die Gründung für einen potentiellen Franchisenehmer lohnt, muss der Umsatz und der Gewinn passen. Ideal sind auch Führungserfahrung und eine motivierende mitreißende Persönlichkeit. Die Geschäftsidee muss einen eindeutigen USP haben, dem Wettbewerb standhalten können und die Prozesse standardisierbar sein. Standortplanung, Handbücher und Schulungskonzepte sollten bereitstehen und im besten Fall hat sich ein Pilotbetrieb bereits bewährt.

Warum ist Franchising für Franchisegeber so attraktiv?

Im Vergleich zum Filialsystem ist der Gewinn zwar nicht in vollem Umfang ausschöpfbar, weil er mit dem Franchisenehmer geteilt wird. Allerdings bringt der Partner das Kapital für die Gründung ein und übernimmt auch das unternehmerische Risiko. Das Marktwachstum, -Abdeckung und der Markenbekanntheitsgrad lässt sich in enormer Geschwindigkeit erhöhen. Das Engagement und die Einsatzbereitschaft eines Partners, der auf selbständiger Basis agiert, sind meist sehr hoch. Die Arbeitsteilung ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Vorteile und Nachteile für den Franchisenehmer 

Durch die Unterstützung des erfahrenen Partners können typische Startfehler vermieden werden. Lagerhaltung, Buchführung, Marketing, Strategien, Gebietsschutz, Einkaufsvorteile, Marktanalysen – all das übernimmt die Zentrale und davon profitiert ein Franchisenehmer doppelt, weil er sich nicht darum kümmern muss und damit seine Ressourcen in seine Kerntätigkeit stecken kann. 

Die strikte Einhaltung der Systemregeln sowie die Wahrung der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse stellen allerdings Einschränkung dar, denen sich der Franchisenehmer unterwerfen muss. Die Vorgaben können von der Geschäftsausstattung über die Arbeitskleidung bis zur Ansprache des Kunden gehen. Auch laufende Informationen über die Geschäftssituation (Gewinne/Verluste, Personal) gehören dazu. Zusammenfassend lässt sich sagen: Geringeres Risiko steht wenig eigenem Entscheidungsspielraum gegenüber, hat man damit kein Problem, ist es ein ideales Geschäftsmodell.
Die Franchiseunternehmer untereinander sind keine einzelkämpferischen Konkurrenten, sondern profitieren als Gleichgesinnte (vom Basisunternehmen unterstützt) vom Austausch untereinander.  

 

 Aber Achtung, für beide Seiten gilt: Ein Imageschaden, egal von welcher Seite verursacht, wirkt sich negativ auf die gesamte Marke und auf die einzelnen Standorte aus. Man sollte also immer klug wählen, mit wem man in ein Franchisemodell einsteigt.

Um das Franchisekonzept erfolgsversprechend umsetzen zu können, ist wichtig, dass sich die beiden Partner auf Augenhöhe begegnen, die Aufgabenteilung für beide Seiten zufriedenstellend ist und alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Daher ist eine strategische Planung, koordinierte Umsetzung und laufende Optimierung entscheidend. 

Wenn du an dieser Stelle das Gefühl hast, Franchising könnte das passende Businessmodell für dich sein, dann sei gespannt auf die nächsten Blogbeiträge. Hier werden wir einen genaueren Blick auf Franchisemodelle in der Gastronomie und im Handel werfen. Oder wenn du nicht warten willst, melde dich einfach bei mir! 

Verkaufst DU noch oder faszinierst DU schon?

Dein Bernhard Kloucek

Verkaufsprofi und Faszinationsexperte für Handel und Gastronomie.

Ja, ich will Franchising-Partner werden!

5 Kommentare zu „Franchising: Alles, was du darüber wissen solltest“

  1. El Gaucho

    Seeeeehr informativer Artikel, hat mich sofort berührt und begeistert…. ich möchte in diesem Jahr als FranchiseGeber einsteigen!!! Lg aus Fuschl, Robert :-))

    1. Bernhard Kloucek

      Danke lieber Robert für dein Feedback und deine Begeisterung. Wenn DU für dein Vorhaben als FranchiseGeber einzusteigen noch die zusätzliche Brise Salz und Pfeffer brauchst, melde dich bei mir. Faszinierte Grüße nach Fuschl, Bernhard!

  2. Pingback: Gastro-Franchising: Selbständigkeit in der Gastronomie - Bernhard Kloucek - Faszinationsexperte & Verkaufsprofi

  3. Pingback: Hast du das Zeug zum Franchise-Geber? Finde es heraus! - Bernhard Kloucek - Faszinationsexperte & Verkaufsprofi

    1. Bernhard Kloucek

      …ja so sehe ich es auch. Nur um die Idee zu vereinfachen ist es sehr wichtig gezielt, fasziniert und fokussiert an die Sache heranzugehen. Die Symbiose aus Marketing, Produktentwicklung, Logistik, Partnerwahl und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowohl für den Franchisenehmer wie auch für den Franchisegeber ist der Schlüssel zum Erfolg.

      Ich wünsche allen Unternehmen die in das Abenteuer Franchise einsteigen viel Erfolg und Begeisterung!

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