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18.10.2020 | Die Verkaufsmaschine

Die Gastronomie nach Corona: Wege, Möglichkeiten, Erfolgsgeschichten

Wie wird es der Gastronomie nach Corona gehen? Ich sage gut, sehr gut sogar, wenn sich die Unternehmerinnen und Unternehmer trauen, einen oder zwei strategische Schritte nach vorne zu machen. Ganz so wie die in meinem Blog angeführten beherzten Unternehmer und begeisternde Gastronomen, die in dieser ereignisreiche Zeit mehr als nur erfolgreich waren.

Bei der Positionierung angefangen, über Digitalisierung bis hin zu Optimierung der Kommunikation, all das sind Schritte, die jetzt notwenidg sind, um auch in Zukunft zufriedene Gäste mit Faszination bewirten zu können.

Neugierig? Dann lies weiter!

Gasthaus am See - Gastronomie nach Corona

Einen Blick zurückwerfen: Die Gastronomie vor Corona

In der Gastronomie leben wir für einen wertschätzenden, vertrauensvollen und persönlichen Umgang mit unseren Kunden. Wenn wir uns die Geschichte ansehen, waren Bars, Restaurants und Bistros immer Orte, an denen wichtige Entscheidungen getroffen wurden. Genauso wurden aber auch neue, kreative Ideen geschmiedet und Reisende auf ihrem Weg kulinarisch verköstigt. Dies geschah – selbstverständlich – alles abseits der digitalen Welt, im „echten Leben“.

Und dann kam Corona und hat vieles davon unmöglich gemacht. Die Panik war groß: Was können wir jetzt tun?

Während viele Branche ins Internet auswichen, wo wir alle mit sicherem Abstand, eigenem Laptop, Kopfhörern und ohne Maskenzwang weiterhin am Leben teilnehmen durften. Aber in der Gastronomie war es anders.

Ich erinnere mich noch an einen Kunden, der hinsichtlich eines Online-Auftritts sehr beratungsresistent war, einmal meinte: „Wozu brauch ich eine schöne Webseite? Die Leute können sich zwar Bilder ausdrucken, das stimmt, aber selbst wenn sie Pizza am Foto ausdrucken, können sie diese nicht essen. Sie müssen zu mir kommen. Da führt kein Weg vorbei.“

Ich schmunzle heute noch über diese Aussage, denn sie trifft auf die Einstellung vieler Gastronomen zu – oder besser gesagt, sie traf. In den Augen vieler Gastronomen bedrohte das Internet regelrecht die Kultur des Essens und Beisammenseins. Viel zu oft sehen Wirte und Mitarbeiter, wie Menschen nur noch auf ihr Handy starrten, statt sich einander zu widmen. Es wurde weniger geredet, weniger gegessen – dafür mehr fotografiert – und weniger getrunken. Heute sieht alles deutlich anders aus.

Experten im Bereich der Foodtrends hatten Recht: Nie war in der Gastronomie durch Digitalisierung so viel möglich wie heute!

Nie war in der #Gastronomie durch Digitalisierung so viel möglich wie heute! #covid19 Klick um zu Tweeten

Digitalisierungsschub in der Gastronomie dank Covid-19

Gastronovi hat in der ersten Jahreshälfte 2020 eine Studie erstellt, wie sich Digitalisierung auf das Gastgewerbe auswirkt und wie man diese zielgerichtet nutzen kann. Befragt wurden Inhaber, Geschäftsführer und Angestellte aus der Gastronomie und Hotellerie.

Die Studie bestätigt, dass rund 90 Prozent der Meinung sind, durch digitale Lösungen eine bessere Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen zu erhalten. So können die Betriebe Kosten sparen und den Umsatz steigern. In Zeiten, wo es auf jeden Euro ankommt, ist das sicherlich kein Nachteil.

Sparen lässt es sich dank der Digitalisierung aber auch bei der Zeit. Mehr als 80 Prozent der StudienteilnehmerInnen haben das eigene Service durch digitale Funktionen verbessert – es müssen wesentlich weniger Kilometer vom Personal zurückgelegt werden, wenn Prozesse digital abgebildet oder unterstützt werden.

Auch bei der Warenwirtschaft können digitale Tools die notwenidge Transparenz herstellen und den gesamten Warenfluss vereinfachen. So wird der Wareneinsatz optimiert und es kommt zu weniger Lebensmittelverschwendung.

Besondere Stärken hat die Digitalisierung im Bereich der Optimierung administrativer Prozesse. Standardisierte Prozesse werden optimiert, beschleunigt und automatisiert, dazu gehören vor allem Reservierungen, Bestellungen, Arbeitszeitplanung- und Auswertung.

Die Gastronomie nach Corona ist digital

Was uns die Corona-Krise sehr deutlich vor Augen geführt hat, ist, dass die Gastronomie ohne dem Internet nicht kann. Betriebe und Unternehmen, die bereits vor dem Lockdown funktionierende Systeme und Kommunikationskanäle aufgebaut hatten, sind leichter durch die Krisenmonate gekommen.

Hier geht es um die im oberen Ansatz angesprochenen Punkt, aber auch um userfreundliche Webseiten und – ganz wichtig – attraktive Social-Media-Kanäle. Facebook, LinkedIn, Instagram oder Tik Tok, du hast die volle Auswahl! Aber Vorsicht: Nicht jedes Netzwerk ist für jedes Unternehmen wirklich sinnvoll und notwendig. Es ist wichtig zu wissen, wo du deine Kundinnen und Kunden findest und dann genau auf diesem Netzwerk deine Präsenz aufzubauen.

Aber nicht nur deine Kunden sind online, auch potenzielle Invetoren, Expansions- und Franachise-Partner lassen sich online von der eigenen Idee begeistern. Denke groß und denke breit, wenn es um soziale Netzwerke geht.

Auch Suchmaschinen-Werbung (es gibt nicht nur Google!) ist ein wichtiger punkt in der erfolgreichen Online-Kunden-Kommunikation. Wer nicht gefunden wird, den gibt es heute einfach nicht, so hart das auch klingt.

Durch Digitalisierung lassen sich Zeit und Geld Sparen - beides wertvolle Güter in der #Gastronomie. #covid19 Klick um zu Tweeten

Hier noch einmal zusammengefasst die fokussierten Vorteile der Digitalisierung für die Gastronomie:

  • automatisierte adminstrative Prozesse
  • verbesserte Warenwirtschaft
  • bessere Übersicht über die wichtigste Kennzahlen
  • weniger „Laufmeter“ für das Personal
  • digitale Kommunikation trotz Lockdown
  • permanente Sichtbarkeit in den sozialen Medien
  • Bestell-, Liefer- und Abholservices
  • digitalisierte Bestell- und Bezahlvorgänge
  • digitale Check-ins und Tischreservierungen

Und all das unter dem Einhalten des Mindestabstands! Schade, dass so viele Gastronomen erst so spät die Vorzüge der Digitalisierung erkannt haben. Diejenigen, die es bis jetzt noch nicht verstanden haben, müssen jetzt rasch auf den Zug aufzuspringen. Wen es online nicht gibt, wird es bald auch offline nicht mehr geben, davon bin ich überzeugt!

Die Coronakrise für strategische Neuorientierung nutzen

Viele zukubftsorientierte Gastronominnen und Gastronomen haben die Zeit genutzt, um sich nicht nur der Digitalisierung ihres Betriebes zu widmen, sondern auch um sich strategische Gedanken zu ihrer unternehmerischen Zukunft zu machen. Im hektischen Gastronomie-Alltag bleibt uns meist ohnehin nur wenig Zeit, um uns strategisch neu auszurichten. Deshalb kam diese kleine „Zwangspause“ für so manche eigentlich ganz gelegen.

Möglichkeiten in der Krise strategische Überlegungen anzustellen gibt es viele und ich ich habe auf diesem Blog schon einiges dazu veröffentlicht:

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer, die du und ich vielleicht gar nicht kennen, sind dank dieser Überlegungen gestärkt aus der Krise gekommen. An dieser Stelle möchte ich diesen unbekannten Heldinnen und Helden meinen Respekt ausdrücken: Ihr habt das wirklich großartig gemacht!

Gastronomie nach Corona: Erfolgsgeschichten trotz Krise

Eröffnung Le Burger Linz

Lukas Tauber und ich bei der Eröffnung des Le Burger in der Plus City in Linz

Ein paar dieser erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Gastronomie kenne ich aber auch persönlich. Einigen durfte und darf ich tatkräftig unterstützen.

So etwa bei Le Burger, die derzeit ihr Franchise-System in Österreich, Niederlande und Deutschland vorantreibt. Über die Erfolgsgeschichte des neuen Franchise-Partners Dario Pejic in der Linzer PlusCity habe ich dir bereits berichtet.

Gasthaus zum Herknar

Ehepaar Pichlmaier kam kreativ, erfinderisch und strategisch geschickt durch die Krise.

Ganz cool finde ich das Gasthaus Pichlmaiers zum Herkner , das vom Ehepaar Pichlmaier kreativ erfinderisch und strategisch perfekt durch die Krise geführt wurde und jetzt besser denn je seine Beliebtheit für sich nutzt. Der Schlüssel zum Erfolg war eine neue, wiedererkennbare Positionierung auf den sozialen Medien. Maritn Pichelmaier und seine Frau dachten nicht einen Moment darüber nach, den Kopf in den Sand zu stecken. Sie gehörten wohl zu den ersten, die mit viel Gespür und Liebe zum Gast das Bestellservice neu definiert haben. Der Chef selbst lieferte während des Lockdown aus.

Gasthaus am See

Kurz nach der Übernahme kam der Lockdown. Kein Grund Trübsal zu blasen für Michael Meindl und Peter Lechner.

Ein weiters Beispiel sind Michael Meindl und Peter Lechner vom wunderschönen Gasthof See am Mondsee. Die beiden übernahmen kurz vor dem Lockdown das Lokal und stecken viel Geld und Liebe in den Gasthof. Als kurz nach der Übernahme der Lockdown kam, ließen sich die beiden nicht unterkriegen. Sie holten tief Luft, übertauchten den schweren Anfang und verzauberten ihre Gäste schließlich auf kulinarischer Ebene. Schlussendlich hatten Sie eine gute Saison und faszinierte, treue Gäste, die sie mit begeisterung weiterempfehlen.

Kurt Salchenegger vom Bermuda Bräu hatte die Chancen in der Krise so genützt, dass er jetzt einiges an digitalen Möglichkeiten aufgreifen und umsetzen wird. Er ist gut aus der Krise herausgegangen, hat aber erkannt, dass es viele Möglichkeiten und Potenzial gibt, sich digital noch fokussierter und emotionale zu präsentieren. Diese Möglichkeiten hätte er so nie ohne Corona wahrgenommen. Eine harte Lektion, die sich aber für die Zukunft bezahlt macht.

crazy cheese

Crazy Cheese sprang erfolgreich ins Projekt Online-Shop und setzte damit auf das richtige Pferd.

Wenn auch nicht aus der Gastronomie kommend, möchte ich euch noch das Beispiel von Crazy Cheese nennen. Roland Ludamirska hätte sich ohne Lockdown nie so rasch entschieden, einen Webshop ins Leben zu rufen. Innerhalb von 3 Tagen war der Shop fertig und online verkaufsbereit. Die strategischen Ausrichtung wurde auf die online Vermarktung verlagert. So konnte sich die Marke schneller weiterentwickeln und neben den 7 Stores im Handumdrehen einen erfolgreichen Webshop ins Leben rufen.

Zum fidelen Affen

Erfolgreiche Unternehmer bleiben stets positiv und erkennen Chancen, wo andere nur Probleme sehen.

Der „Fidele Affe„, geführt vom Ehepaar Rodler in Salzburg, steht für Tradition, einzigartiges Ambiente und Gastlichkeit. Das Wirtshaus besteht bereits seit 40 Jahren im Herzen der Stadt Salzburg und ist ebenfalls ein Beispiel dafür, wie man mit viel Energie, Ideen, Strategie und Fleiß seine Gäste auch in schwierigen Zeiten kulinarisch und menschlich perfekt verwöhnt. Raunzen hat bei Familie Rodler keine Chance, hier werden Lösungen gesucht und umgesetzt.

 

Gastronomie nach Corona? Es kommt ganz auf dich an!

Stimmt, es gibt und wird auch sicherlich in den nächsten Wochen noch viele Faktoren geben, die wir als Unternehmer nicht beeinflussen können. Dennoch, ein großer Teil unseres Erfolges liegt in unseren Händen. Mit kreativen Ideen, mutigen Schritten, Zuversicht und der richtigen Unterstützung von erfahrenen Partnern, lässt sich auch diese Krise meistern. Gehe mit mir diesen Weg und nutze die Chance dich jetzt von der Konkurrenz abzusetzen.

Verkaufst DU noch oder faszinierst DU schon?

Worauf warten, auf geht’s. Melde dich bei mir!

Dein Bernhard Kloucek

Verkaufsprofi & Faszinationsexperte für Handel und Gastronomie

Schreib mir

2 Kommentare zu „Die Gastronomie nach Corona: Wege, Möglichkeiten, Erfolgsgeschichten“

  1. mariedejonge68@gmail.com

    Danke, dass Sie diesen Artikel über Gastronomie und Corona geteilt haben. Ich bin gespannt, wie sich die Branche entwickelt, jetzt wo alle Restaurants geschlossen sind. Ich glaube auch, dass die Digitalisierung einen großen Einfluss hat. https://www.cookandchill.at/

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